Die „Vor-Tour der Hoffnung“ wurde vor 25 Jahren gegründet. Initiatoren waren Edgar Steinborn, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga, und Jürgen Grünwald, damals Verkehrsleiter in Bad Neuenahr. Wie Grünwald bei der Spendenübergabe betonte, war es jedoch Lothar Lindner, der mit großem Engagement und Durchhaltevermögen die Idee zur Entstehung der Tour maßgeblich vorangetrieben hat.
Lindner erklärte:
„Ich hatte drei Gründe, mich für dieses Projekt so einzusetzen: die Idee, krebskranken Kindern zu helfen, meine Verbundenheit zu Jürgen Grünwald und die Tatsache, dass ich selbst drei gesunde Kinder habe – wofür ich sehr dankbar bin.“
Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert treten rund 160 prominente Sportler, Vereinsmitglieder, Politiker, Unternehmer und Privatpersonen jährlich gemeinsam in die Pedale, um sich für den guten Zweck einzusetzen. Jeder gespendete Cent kommt krebskranken, bedürftigen und betroffenen Kindern sowie deren Familien zugute.
Ausgerechnet im Jubiläumsjahr machte jedoch die Corona-Pandemie der Tour einen Strich durch die Rechnung. Die sorgfältig geplanten Veranstaltungen mussten verschoben werden – hoffentlich nur auf das kommende Jahr.
Jürgen Grünwald zeigte sich bewegt:
„Ich bekam Gänsehaut, als ich den Anruf erhielt, dass der Lions Club trotz der Absage der Tour aufgrund von Corona eine unglaubliche Spende von 10.000 Euro überreichen möchte. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen und Solidarität zu zeigen. Besonders kleinere Institutionen und Organisationen sind dringend auf unsere Unterstützung angewiesen.“
So bleibt die Hoffnung, dass die 25. Tour nun im 26. Jahr stattfinden kann. Alle Radfahrer stehen bereit, um erneut alles für den guten Zweck zu geben.
Der Präsident des Lions Club Bad Neuenahr, Joachim Freund, überreichte den symbolischen Spendenscheck und bedankte sich beim Organisationsteam der Vor-Tour für dessen langjähriges Engagement. Er betonte, dass der Lions Club Bad Neuenahr, der bisher insgesamt rund 140.000 Euro an die Tour gespendet hat, auch künftig fest an der Seite dieser Initiative stehen wird.

