Lions unterstützen Sozialprojekt in Chile – Ein Bericht von Clemens Rosenbach

Im vergangenen Sommer entschied sich der Lions Club Bad Neuenahr, damals unter der Leitung der ehemaligen Präsidentin Andrea Stenzel, meine einjährige Freiwilligenarbeit in einem Sozialprojekt in Chile zu unterstützen.

Ich arbeitete von August 2013 bis August 2014 im Rahmen des Weltwärts-Programms, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird, als Freiwilliger in diesem Projekt. Zusätzlich verlangt dieses staatlich geförderte Programm, dass die Freiwilligen eine Unterstützergruppe für das Projekt im Einsatzland aufbauen. Der Lions Club Bad Neuenahr beteiligte sich daran mit einer Spende von 500 €.

Am 4. August 2014 hielt ich einen Vortrag über meine Erfahrungen in Santiago, der Hauptstadt Chiles. Dort arbeitete ich ein Jahr lang in der Verwaltung der „Fundación Cristo Vive“, einer sozialen Stiftung, die zahlreiche Kindergärten, eine Berufsschule und ein Obdachlosenheim umfasst. Ich berichtete nicht nur von meinen interessanten Erfahrungen im Hinblick auf die Arbeit und die Arbeitsweise der Chilenen, sondern auch über das Land, seine Menschen und den Alltag in Chile.

Chile, hier in Europa aufgrund seiner fast inselartigen Lage ein eher unbekanntes Land, ist ein Land der Gegensätze – was sich auch im Verhalten seiner Menschen widerspiegelt. Man kann dort sehr deutlich sehen, wie alte kulturelle und soziale Strukturen mit den neuen Realitäten einer zunehmend westlich orientierten Mentalität in diesem aufstrebenden Land aufeinandertreffen.

Ich schloss meinen Vortrag mit einer persönlichen Reflexion ab, was mein Aufenthalt im Nachhinein für mich bedeutete: Es war eine Lektion fürs Leben, ein Jahr lang in ein völlig anderes Land und eine andere Kultur einzutauchen. Im Vergleich zu Deutschland lernt man, bestimmte Werte auf ganz neue Weise zu schätzen – wie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, aber auch den Komfort, den man hierzulande hat. Nicht zuletzt spielt auch das wiedererlangte Sicherheitsgefühl eine große Rolle: Selbst wenn man sich an fast alles gewöhnt, bleibt es für mich ein besonderes Privileg, in einem Land mit so niedriger Kriminalität zu leben – einem Land, in dem Kriminalität glücklicherweise nicht zum Alltag gehört, in dem man auch nachts ohne Angst durch die Straßen gehen kann und in dem die meisten Probleme im Grunde „Luxusprobleme“ sind.

Zum Abschluss zeigte ich einige Fotos und präsentierte Urlaubsbilder, die ich aus Chile mitgebracht hatte, um einen Eindruck von der einzigartigen und wunderschönen Landschaft dieses vielseitigen und facettenreichen Landes zu vermitteln.

Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier:

http://www.clemensinchile.jimdo.com
http://www.amntena.de Clemens Rosenbach

Scroll to Top